Untergrund und Aufbau
für Mikrozement & Lavasteen Spachtelboden.
Ein starker und langlebiger Boden oder eine Wand beginnt immer mit dem richtigen Untergrund und Aufbau. Ob Sie sich für Mikrozement oder Lavasteen Spachtelboden entscheiden, die Basis bestimmt das Endergebnis. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Vorbereitung, geeignete Untergründe und den Schichtaufbau für eine perfekte Verarbeitung.
Warum ist der Untergrund so wichtig?
Mikrozement und Lavasteen Spachtelboden sind beide fugenlose Beschichtungen, die in dünnen Schichten aufgetragen werden. Dadurch übernehmen sie die Eigenschaften des Untergrunds. Eine stabile, ebene und trockene Basis ist daher unerlässlich. Wenn der Unterboden sich bewegt oder uneben ist, kann dies zu Rissen oder Beschädigungen führen.
Achtung: Der Untergrund muss immer sauber, staubfrei, stabil und trocken sein, bevor Sie mit der Verarbeitung beginnen.
Geeignete Untergründe
Anhydritestrich – der am besten geeignete Untergrund
Ein Anhydritestrich (gipsgebundener Fließestrich) wird oft als der beste Untergrund für Mikrozement und Lavasteen Spachtelboden angesehen. Dieser Estrich ist perfekt eben, schwindet kaum und hat eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit, wodurch er ideal in Kombination mit Fußbodenheizung ist.
Dank der stabilen Struktur bildet Anhydrit eine sehr zuverlässige Basis. Wichtig ist jedoch, dass der Estrich vollständig trocken ist, bevor Sie mit der Verarbeitung beginnen: Der Feuchtigkeitsgehalt darf maximal 0,5% betragen.
Zementestrich als Untergrund
Ein Zementestrich ist ein häufig verwendeter Untergrund für Mikrozement und Lavasteen Spachtelboden. Dieser Estrich besteht aus Sand, Zement und Wasser und bildet eine solide Basis. Nach ausreichender Trocknungszeit ist er eine stabile Wahl, sofern er gut eben und rissfrei verarbeitet wurde.
Der Feuchtigkeitsgehalt eines Zementestrichs muss unter 2% liegen, bevor Sie mit der Verarbeitung beginnen. Eventuelle Unebenheiten gleichen Sie vorab aus, damit die endgültige Beschichtung straff und dauerhaft bleibt.
Weitere geeignete Untergründe
Neben Anhydrit- und Zementestrichen können auch andere Unterböden geeignet sein:
- Betonboden: perfekt geeignet, sofern vollständig ausgehärtet.
- Fliesen: möglich nach Ausgleichen oder Vorbehandlung mit Primer.
- Gipsfaserplatten oder Fermacell: sofern gut verschraubt und ohne Bewegung.
- Holz: nur wenn es stabil und formbeständig ist. Bewegung kann Risse verursachen.
Aufbau der Schichten
Der genaue Aufbau unterscheidet sich je nach Material, aber die Grundschritte sind vergleichbar:
Aufbau Mikrozement
- Primer: sorgt für die Haftung auf dem Untergrund.
- Mikrozement Basisschicht: wird mit einer Glättkelle aufgetragen für Festigkeit.
- Mikrozement Deckschicht: sorgt für die endgültige Optik (Farbe, Struktur).
- PU-Versiegelung: schützt vor Wasser, Kratzern und Flecken.
Aufbau Lavasteen Spachtelboden
- Primer: abhängig vom Untergrund (bei Fliesen oft Epoxidharz-Primer).
- Lavasteen Spachtelboden-Schicht: bestehend aus Epoxidharz und Lavasteinmehl, aufgetragen mit einer Glättkelle.
- Schleifen: nach der Aushärtung, um die Struktur ebener zu machen.
- PU-Versiegelung: sorgt für Schutz, verhindert Vergilbung und bietet einen Antirutsch-Effekt.
Wichtige Punkte, auf die zu achten ist
- Trocknungszeit: ein Zementestrich oder Anhydritestrich muss vollständig ausgehärtet und getrocknet sein (mindestens 4–6 Wochen). Messen ist wichtig.
- Feuchtigkeitsgehalt: zu viel Feuchtigkeit im Untergrund verursacht Haftungsprobleme.
- Stabilität: keine Bewegung oder Arbeit im Untergrund; dies verhindert Risse.
- Vorbehandlung: Unebenheiten immer ausgleichen für ein glattes Endergebnis.
Beratung, Angebot oder Farbmuster?
Möchten Sie wissen, ob Ihr Untergrund für Mikrozement oder Lavasteen Spachtelboden geeignet ist? Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an oder bestellen Sie Farbmuster, um in Ihrem eigenen Lichteinfall zu beurteilen, wie der Boden oder die Wand später aussehen wird.